Liquiditätsanbieter

Hält einen Arbeitspool über mehrere Währungen und stellt passende Quotes, damit die Geschäfte der Teilnehmer stets eine Gegenpartei haben.

Was der Anbieter tut

Hält einen Arbeitspool über mehrere Währungen und handelt ihn aktiv, wobei er als Gegenseite zu den Geschäften der Teilnehmer auftritt.

Baut den Pool auf

Bringt Fiat-Kapital ein und erhält von der Emissionsbank einen Arbeitspool an Settlement-Token über mehrere Währungen.

Stellt Quotes und handelt

Stellt passende Quotes und tauscht Token einer Währung gegen eine andere, wobei er die Position hält, bis sie durch ein Gegengeschäft geschlossen wird.

Steuert die Position

Trägt das Marktrisiko aus dem Halten einer offenen Position in jeder Währung und hält die Positionsgröße innerhalb der vereinbarten Limits.

Stellt die Gegenpartei bereit

Liefert passenden Gegenstrom in den aktiven Korridoren, damit die Geschäfte der Teilnehmer stets eine zweite Seite haben — über das dCLS-Fenster oder per Direktgeschäft.

Wie die Arbeit mit dem Pool abläuft

Vom Einbringen des Kapitals bis zum Schließen der Position durch ein Gegengeschäft — der Arbeitszyklus des Liquiditätsanbieters.

Das Diagramm dient der Veranschaulichung und vereinfacht den tatsächlichen Ablauf.

1
Kapital einbringen
Der Anbieter hinterlegt Fiat bei der Emissionsbank und erhält Settlement-Token — das Arbeitskapital des Pools.
2
Pool aufbauen
Verteilt das Kapital über mehrere Währungen, um Wechselkurse in den aktiven Korridoren zu stellen.
3
Quote stellen und handeln
Stellt einen passenden Quote und führt den Tausch über das dCLS-Netting-Fenster oder als direktes bilaterales Geschäft aus.
4
Position schließen
Schließt die offene Position durch ein Gegengeschäft und sichert das Ergebnis; sichert bei Bedarf das Restrisiko ab.

Einnahmequellen

Die Einnahmen entstehen durch den Handel mit dem eigenen Pool. Die Richtung der Einnahmen wird qualitativ beschrieben, ohne Kurse oder Spreads in Zahlen.

Handelsertrag

Die Hauptquelle — Ertrag aus dem Tausch von Token einer Währung gegen eine andere zu einem günstigen Kurs, auf dem Spread zwischen An- und Verkauf.

Rückkaufvereinbarung

Zusätzlicher Ertrag ist über eine gesonderte bilaterale Rückkaufvereinbarung mit der Emissionsbank möglich — nur dort, wo eine solche Vereinbarung besteht.

Die Richtung der Einnahmen wird qualitativ dargestellt. Konkrete Bedingungen werden beim Partner-Onboarding festgelegt.

Rechtliche Grundlage

Was erforderlich ist

Die Berechtigung, in der Jurisdiktion des Teilnehmers Eigenhandel (FX) auf eigene Rechnung zu betreiben. Der Anbieter beachtet die Limits für die Größe der offenen Position in jeder Währung und meldet seine Positionen regelmäßig.

Aufteilung der Verantwortung

Surelle/4pay stellt die Technologie-Infrastruktur ohne eigene Lizenz bereit. Die Handelstätigkeit und die regulatorische Verantwortung liegen beim ansässigen Teilnehmer.

Einordnung

Der Anbieter durchläuft beim Emittenten und auf der Plattform eine Eignungsprüfung (KYB). Das rechtliche Regime der Handelstätigkeit hängt von der Jurisdiktion des Teilnehmers ab und wird beim Onboarding geklärt.

Diese Informationen dienen ausschließlich zur Orientierung und stellen keine Rechts- oder Anlageberatung dar. Die konkrete rechtliche Einordnung wird beim KYB-Onboarding festgelegt und hängt von der Jurisdiktion ab.