Emissionsbank des Settlement-Tokens

Nimmt lokales Fiatgeld entgegen, gibt eine vollständig 1:1 gedeckte Settlement-Forderung aus und löst sie zum Nennwert ein. Hält die Reserven und führt das KYB der Teilnehmer durch.

Was die Emissionsbank tut

Der Emittent ist der Settlement-Knoten für seine Währung: Er nimmt lokales Fiatgeld auf ein Korrespondenzkonto entgegen, gibt eine vollständig 1:1 gedeckte Settlement-Forderung aus und löst sie zum Nennwert ein. Die Reserven verbleiben in seiner Jurisdiktion.

Nimmt Fiatgeld entgegen und hält Reserven

Erhält von einem Teilnehmer lokale Währung auf das eigene Konto und hält sie mit 1:1-Deckung als Reserve. Das Fiatgeld verlässt die Jurisdiktion des Emittenten nicht und bleibt unter der lokalen Devisenkontrolle.

Gibt die Settlement-Forderung aus

Für das erhaltene Fiatgeld gibt er eine Settlement-Forderung (Mint) mit 1:1-Deckung aus. Dies ist eine durch die Reserve besicherte Recheneinheit für das Settlement, kein eigenständiges Geldinstrument.

Löst zum Nennwert ein

Auf Anforderung des Teilnehmers löst er die Settlement-Forderung ein (Burn) und gibt das Fiatgeld zum Nennwert aus der Reserve zurück. Die 1:1-Deckung bleibt zu jedem Zeitpunkt erhalten.

Führt KYB durch und bestätigt die Reserven

Führt das KYB und die Identifizierung der Teilnehmer nach eigenen AML- und Sanktions-Screening-Verfahren durch und bestätigt die Reservedeckung regelmäßig öffentlich (Proof of Reserve).

Wie Ausgabe und Einlösung funktionieren

Der Arbeitszyklus des Emittenten: vom Eingang des Fiatgelds auf dem Korrespondenzkonto bis zur Rückgabe der Mittel aus der Reserve bei der Einlösung. Die 1:1-Deckung wird in jedem Schritt aufrechterhalten.

Das Diagramm dient der Veranschaulichung und vereinfacht den tatsächlichen Ablauf.

1
Fiatgeld geht ein
Der Teilnehmer zahlt nach bestandenem KYB lokale Währung auf das Konto des Emittenten ein. Die Mittel gehen in die Reserve ein, die die Ausgabe deckt.
2
Ausgabe 1:1
Der Emittent gibt für das erhaltene Fiatgeld eine Settlement-Forderung mit 1:1-Deckung aus und schreibt sie dem Teilnehmer gut.
3
Anforderung zur Einlösung
Der Teilnehmer gibt die Settlement-Forderung an den Emittenten zurück, um zum Nennwert Fiatgeld aus der Reserve zu erhalten.
4
Einlösung und Rückgabe des Fiatgelds
Der Emittent löst die Forderung ein und gibt den entsprechenden Betrag an Fiatgeld aus der Reserve zurück. Die Reserve verringert sich genau um den eingelösten Betrag.

FiatToken: zwei Ebenen

Der Settlement-Token wird durch eine zweistufige Formel beschrieben. Ebene A ist die grundlegende Settlement-Forderung gegen den Emittenten; Ebene C ist eine regulierte Form, sofern die Jurisdiktion eine solche vorsieht.

Ebene A — Settlement-Forderung

Die Basisebene: eine Settlement-Forderung gegen den Emittenten, 1:1 fiat-gedeckt und im Rahmen von KYB/B2B zum Nennwert einlösbar. Sie ist eine Recheneinheit für das Settlement innerhalb des Teilnehmernetzwerks, kein öffentlich zirkulierendes Geldinstrument.

Ebene C — regulierte Form

Die zusätzliche Ebene: eine regulierte Form des Settlement-Tokens, sofern die Jurisdiktion des Emittenten eine solche vorsieht. Anwendbarkeit und genaue rechtliche Einordnung werden durch das lokale Recht bestimmt und beim Onboarding bestätigt.

Dieses Material dient ausschließlich zur Information und stellt keine Rechts- oder Anlageberatung dar. Die Einordnung des Instruments richtet sich nach dem anwendbaren Recht der Jurisdiktion des Fonds.

Ertragsquellen

Die Ökonomie der Rolle wird qualitativ beschrieben — die Richtung der Erträge in Worten, ohne Sätze, Gebühren oder Prozentangaben in Zahlen.

Anlage der Reserven

Die wirtschaftliche Hauptgrundlage der Rolle — Erträge aus der Anlage der entgegengenommenen Reserven innerhalb der für den Emittenten in seiner Jurisdiktion zulässigen Grenzen.

Ausgabegebühr

Eine Gebühr für die Ausgabe der Settlement-Forderung, wenn Fiatgeld von einem Teilnehmer eingeht.

Einlösungsgebühr

Eine Gebühr für den Rückkauf und die Einlösung der Forderung, wenn das Fiatgeld zum Nennwert an den Teilnehmer zurückgegeben wird.

Im Zyklus freie Mittel

Erträge auf den vorübergehend freien Mitteln zwischen dem Eingang des Fiatgelds, der Ausgabe der Forderung und ihrer Einlösung.

Die Richtung der Erträge wird qualitativ dargestellt. Konkrete Bedingungen werden beim Partner-Onboarding vereinbart.

Rechtliche Grundlage

Was erforderlich ist

Eine Bank-, EMI- oder gleichwertige Lizenz — oder Registrierung — in der Jurisdiktion des Emittenten. Der Emittent hält Reserven mit 1:1-Deckung und führt eigene KYB-, AML- und Sanktions-Screening-Verfahren durch.

Aufteilung der Verantwortung

Surelle/4pay ist ein Technologieanbieter ohne eigene Lizenz. Die lizenzierte Tätigkeit und die regulatorische Verantwortung liegen beim ansässigen Emittenten.

Einordnung

Die genaue rechtliche Einordnung des Settlement-Tokens wird beim KYB-Onboarding bestimmt und hängt von der Jurisdiktion des Emittenten ab.

Diese Informationen dienen ausschließlich zur Orientierung und stellen keine Rechts- oder Anlageberatung dar. Die konkrete rechtliche Einordnung wird beim KYB-Onboarding festgelegt und hängt von der Jurisdiktion ab.