Außenhandelsbank

Eine lizenzierte Bank für Firmenkunden im Außenhandel: Fiat-Ein- und -Auszahlung sowie der Settlement-Teil, wobei der digitale Teil für den Kunden verborgen bleibt.

Was die Außenhandelsbank tut

Eine lizenzierte Bank bedient Außenhandelskunden, die lieber über eine vertraute Bank arbeiten als direkt mit Settlement-Token. Der digitale Teil des Settlements bleibt für den Kunden verborgen — für ihn ist es eine gewöhnliche Devisenzahlung.

Direkte Fiat-Konvertierung

Nimmt den Zahlungsauftrag des Kunden in dessen Währung entgegen und veranlasst die währungsübergreifende Zahlung in seinem Auftrag. Der Kunde arbeitet nicht mit Token — er interagiert nur mit seiner eigenen Bank.

Verbirgt den digitalen Teil

Übernimmt die Fiat-Ein- und -Auszahlung sowie den Settlement-Teil im Auftrag des Firmenkunden. Für den Kunden sieht alles wie eine Standard-Devisenzahlung über ein Verrechnungskonto aus.

Übt die Devisenkontrolle aus

Begleitet die Kundenoperationen mit Devisenkontrolle, Dokumenten und Bescheinigungen gemäß den Anforderungen des nationalen Regulators — im Rahmen ihrer aktiven Banklizenz.

Bindet sich an die Infrastruktur an

Kauft Settlement-Token der benötigten Währungen bei einem Emittenten oder Liquiditätsanbieter und bindet sich per API an die Surelle-Infrastruktur an. On-Chain ist sie ein Direktteilnehmer mit Privilegien für die Außenhandelsbetreuung.

Wie eine Devisenzahlung abläuft

Vom Auftrag des Kunden bis zur Gutschrift beim Empfänger. Für den Kunden ist es eine Devisenzahlung; die Settlement-Mechanik führt die Bank auf der Infrastruktur aus.

Das Diagramm dient der Veranschaulichung und vereinfacht den tatsächlichen Ablauf.

1
Kundenauftrag
Der Kunde reicht der Bank einen Zahlungsauftrag in seiner Währung ein, mit den Angaben des ausländischen Empfängers und den Vertragsunterlagen.
2
Konvertierung Fiat -> Token
Die Bank konvertiert das Fiatgeld des Kunden bei einem Emittenten oder Liquiditätsanbieter in einen Settlement-Token — die Bank gibt selbst keine Token aus und hält keine 1:1-Reserven.
3
Tausch über dCLS
Bei einer währungsübergreifenden Zahlung tauscht die Bank den Token der einen Währung über dCLS gegen den der anderen — atomar, zu einem im Voraus bekannten Kurs.
4
Rückkonvertierung
Auf der Empfängerseite führt die Bank die Rückkonvertierung des Tokens in Fiatgeld bei einem Emittenten oder Liquiditätsanbieter der benötigten Währung durch.
5
Gutschrift an den Empfänger
Der Empfänger im Ausland erhält die Mittel in seiner Währung. Die Verpflichtung aus dem Zahlungsauftrag des Kunden ist am selben Geschäftstag abgewickelt.

Einnahmequellen

Die Einnahmen entstehen aus der Devisenbetreuung von Außenhandelskunden. Die Richtung der Einnahmen wird qualitativ beschrieben, ohne Sätze oder Gebühren in Zahlen.

Konvertierungsaufschlag

Die Hauptquelle — der eigene Aufschlag der Bank auf den Konvertierungskurs beim An- und Verkauf von Währung für den Kunden, zusätzlich zum über die Infrastruktur erhaltenen Kurs.

Bankgebühren

Gebühren für die Devisenbetreuung: Devisenkontrolle, Erstellung von Dokumenten und Bescheinigungen, Führung der Konten der Außenhandelskunden zu den Tarifen der Bank.

Kundenmittel in der Schwebe

Erträge auf den vorübergehend auf dem Verrechnungskonto der Bank gehaltenen Kundenmitteln zwischen dem Auftrag und der Gutschrift an den Empfänger.

Begleitende Produkte

Begleitende Bankprodukte für Außenhandelskunden: Handelsfinanzierung, Garantien, Akkreditive, Treuhand.

Die Richtung der Einnahmen wird qualitativ dargestellt. Konkrete Bedingungen werden beim Partner-Onboarding vereinbart.

Emittent und Außenhandelsbank: der Unterschied

Beide Rollen arbeiten mit Settlement-Token, aber auf unterschiedliche Weise. Der Emittent gibt Token aus und hält die Reserve; die Außenhandelsbank kauft sie und nutzt sie für Kundenzahlungen.

Emissionsbank

Gibt Settlement-Token ihrer Währung aus und löst sie zum Nennwert ein. Hält Fiat-Reserven mit 1:1-Deckung und ist für die Besicherung verantwortlich. Sie ist der Settlement-Knoten für eine Währung in ihrer Jurisdiktion.

Außenhandelsbank

Gibt keine Token aus und hält keine 1:1-Reserven. Kauft fertige Token bei einem Emittenten oder Liquiditätsanbieter und nutzt sie für die Devisenzahlungen ihrer Firmenkunden.

Eine einzelne Bank kann beide Rollen vereinen, doch das sind verschiedene Funktionen mit unterschiedlicher Rechtsgrundlage. Das konkrete Modell wird beim Onboarding bestimmt.

Rechtliche Grundlage

Was erforderlich ist

Eine aktive Bank- und Devisenlizenz, einschließlich der Außenhandelsbetreuung. Die eigene Compliance, Devisenkontrolle und AML folgen den Anforderungen des nationalen Regulators.

Aufteilung der Verantwortung

Surelle/4pay ist ein Technologieanbieter ohne eigene Lizenz. Die lizenzierte Banktätigkeit und die regulatorische Verantwortung liegen bei der ansässigen Bank.

Zugang zu Settlement-Token

Die Bank schließt mit Emittenten und Liquiditätsanbietern Partnervereinbarungen, um Zugang zu Token der benötigten Währungen zu erhalten; die Integration mit der Surelle-Infrastruktur läuft per API. Die Bedingungen werden beim Onboarding festgelegt.

Diese Informationen dienen ausschließlich zur Orientierung und stellen keine Rechts- oder Anlageberatung dar. Die konkrete rechtliche Einordnung wird beim KYB-Onboarding festgelegt und hängt von der Jurisdiktion ab.